Rote Bete – ideal für Sportler und Menschen mit hohem Blutdruck

Rote Bete – ideal für Sportler  und Menschen mit hohem Blutdruck

Die kleine rote Knolle ist ein echtes Power-Paket, besonders dann, wenn du sie im rohen Zustand verzehrst. Zum Beispiel als Saft, im Smoothie oder Salat. Leckere Rezepte findest du am Ende des Artikels. Sportler, die regelmäßig Rote-Bete-Saft trinken, können nachweislich ihre Leistungsfähigkeit stärken und die Regeneration nach den Sporteinheiten fördern. Außerdem senken Rote Bete den Blutdruck und unterstützen hervorragend deinen Körper bei einer Darmreinigung.

Mit Rote-Bete-Saft Ausdauer und Leistung steigern

Rote Bete enthalten besonders viel Nitrat. Nitrate im Rote-Bete-Saft sind für ihre Blutdruck senkende Wirkung bekannt. Die Blutgefäße werden erweitert und damit die Durchblutung gefördert. Während des Sports sorgen die Vitalstoffe des Rote-Bete-Saftes dafür, dass das Herz weniger Sauerstoff benötigt. In die Muskeln wird wesentlich mehr Sauerstoff transportiert. Dies alles führt zu mehr Leistungsfähigkeit und Ausdauer.

Rote Bete kräftigen Gallenblase und Leber

Rote Bete enthalten reichlich Betain. Dieser Vitalstoff kräftigt die Gallenblase und hilft, die Gallengänge frei zu halten. Ebenfalls werden die Zellen der Leber angeregt ihren Entgiftungsprozess durchzuführen. Dies alles sorgt wiederum für eine gute Verdauung und ein schnelles Ausscheiden von Giftstoffen. Wenn du eine Darmreinigung oder eine Entgiftungskur durchführst, darf Rote-Bete-Saft nicht fehlen. Er unterstützt die Entgiftung deines Körpers enorm.

Dies kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. In meiner Entgiftungswoche habe ich täglich frisch gepresste Gemüsesäfte getrunken, die Rote Bete enthielten. Und sie haben sehr gut geschmeckt! Rezept siehe unten.

Betain schützt Herz und Blutgefäße

Die wohl wichtigste Eigenschaft von Betain ist seine Fähigkeit Homocystein abzubauen. Hohe Homocysteinwerte sind schlecht für die Blutgefäße und können Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen. Wenn dann noch ein Mangel an Folsäure oder Vitamin B6 oder B12 vorliegt, kann das Homocystein nicht in ausreichender Menge abgebaut werden und schädigt deine Blutgefäße. Du kannst dein Herz-Kreislaufsystem mit dem regelmäßigen Verzehr von Rote Beten schützen, denn die tollen Knollen enthalten neben Betain auch eine große Menge an Folsäure.

Folsäure in Rote Bete gut für Schwangere

In 100 g Rote Bete sind sage und schreibe 80 µg Folsäure enthalten. Folsäure ist an allen Vorgängen zur Zellteilung und damit Zellneubildung beteiligt. Da unser Körper ständig neue Zellen produziert, kommt Folsäure eine ganz besondere Bedeutung zu. Gerade am Beginn eines neuen menschlichen Lebens im Mutterleib ist eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin wichtig. Lippen-Gaumen-Spalten und ein offener Rücken (Spina bifida) können mit Folsäure verhindert werden.

Blutdruck positiv beeinflussen

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass innerhalb von drei Stunden nach dem Trinken von 500 ml Rote-Bete-Saft, der Blutdruck merklich sank. Die Studienteilnehmer litten an Bluthochdruck, nahmen aber keine Blutdruck senkenden Medikamente ein. Hier kommt wieder das Nitrat ins Spiel. Nitrat wird vom menschlichen Körper in Nitrit umgewandelt. Dies wiederum regt die Bildung von Stickstoffmonoxid im Blut an. Stickstoffmonoxid erweitert die Blutgefäße – der Blutdruck sinkt. Bereits mit dem regelmäßigen Verzehr von wenig Rote-Bete-Saft kannst du eine positive Wirkung auf deinen Blutdruck erreichen. Dies gilt auch für andere nitrathaltige Gemüsesorten, wie Spinat, Radieschen, Mangold, Rucola und Kohlgemüse.

Nitrat in Rote Bete giftig?

Man hört und liest häufig, nitrathaltige Lebensmittel sollten nur in kleinen Mengen gegessen werden, weil Nitrat giftig sei.

Schauen wir uns den chemischen Aufbau von Nitrat (NO3) genauer an, stellen wir fest, dass es aus den Elementen Stickstoff und Sauerstoff besteht. Es kommt ganz natürlich in den Böden vor und gelangt über die Wurzeln in die Pflanzen. Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrats zum Aufbau von Eiweiß. Nitrat selbst ist nicht gefährlich. Durch Bakterien, die beispielsweise bei unsachgemäßer Lagerung von Gemüse entstehen, kann Nitrat in Nitrit umgewandelt werden. Nitrit ist an der Bildung krebserregender Nitrosamine beteiligt. Die Mengen an Nitrat, die wir mit unserer üblichen Ernährung zu uns nehmen richten keinen Schaden an. Im Gegenteil, wie oben beschrieben. Was allerdings problematisch ist, ist die zunehmende Menge von Nitrat in den Böden durch nitrathaltige Düngemittel. Nitrat gelangt zunehmend in das Grundwasser, welches für die Trinkwasseraufbereitung benötigt wird. So kommt es in letzter Zeit immer häufiger zu Warnungen von belastetem Grundwasser.

Gesundheitlich bedenklich sind eher die nitrosaminhaltigen Lebensmittel, wie gepökelte Fleisch- und Wurstwaren, Fisch und Tabak. Um eine tödliche Menge (15 g) von Nitrat aufzunehmen müsstest du mehrere tausend Kilo an Rote Beten essen. Also, lass dich nicht verunsichern von reißerisch aufgemachten Falschaussagen. Genieße alles Frische und Gute aus der Obst- und Gemüseabteilung. Täglich wechselnde Gemüsesorten bereichern deinen Speiseplan und liefern wichtige Vitalstoffe für dein Wohlbefinden.

Tipps zur Lagerung, Zubereitung und Kauf

Beachte diese Hinweise, wenn du Rote Bete mit geringem Nitratgehalt genießen willst:

Kauf: Die Rote Bete sollte aus regionaler biologischer Landwirtschaft stammen und im Freiland, nicht im Gewächshaus gewachsen sein. Glashausgemüse und Gemüse aus konventionellem Anbau enthält meist mehr Nitrat.

Frische: Die Knolle sollte sich prall/fest anfühlen, nicht weich oder gar schrumpelig sein.

Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschranks oder im kühlen Keller können Rote Bete auch über mehrere Tage/Wochen gelagert werden. Wärme kurbelt die Bildung von Nitrit an.

Zubereitung: Sauberkeit ist bei der Zubereitung, wie bei allen Lebensmitteln, oberstes Gebot. Gekochte Rote Bete sollten nicht wieder aufgewärmt werden, denn Bakterien wandeln Nitrat in Nitrit um. Durch das Aufwärmen wird der Vorgang der Nitritbildung begünstigt.

Verzehr: Vitamin C vermindert Nitritbildung. Trinke ein Glas frisch gepressten Orangensaft zu deinem Rote-Bete-Rohkost-Salat oder gebe 1 Stück Bio-Zitrone mit Schale in deinen Smoothie.

Nun kann ich dir nur noch einen guten Appetit wünschen. Probiere gern einmal die nachfolgenden Rezepte aus. Über eine Email, wie es dir geschmeckt hat und welche positiven gesundheitlichen Wirkungen sich bei dir gezeigt haben, freue ich mich.

food-for-happiness-Rezepte mit frischen Rote Beten

Du tust deinem Körper und damit deiner Gesundheit einen großen Gefallen, wenn du die Rote Bete roh verzehrst. Die gekochten Rote Bete im Glas oder die in Folie eingeschweißten, enthalten nur noch sehr wenige Enzyme und Vitalstoffe. Lass dich von diesen Rezept-Ideen begeistern!

Rote-Bete-Salat

Zutaten

  • 1 Rote Bete
  • 1 kleiner Bio-Apfel
  • ¼ fein gehackte Zwiebel
  • fein gehackte Kräuter nach deinem Geschmack, z. B. Basilikum, Dill, Schnittlauch, Petersilie, Oregano
  • Apfelessig
  • Olivenöl oder auch gerne Hanföl
  • Salz
  • Nüsse oder Kerne (z.B. Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne) nach Belieben

Rote Bete schälen, Apfel mit Schale und Rote Bete mit einer Gemüsereibe in feine Streifen schneiden und vermengen. Aus dem Apfelessig, dem Öl, den Kräutern und einer Prise Salz ein Dressing aufschlagen. Dressing über die Rohkost geben und mit Nüssen oder Kernen bestreuen.

Rote-Bete-Saft

Reiner Rote-Bete-Saft schmeckt nicht jedermann. Auch ich finde ihn gewöhnungsbedürftig. Aber gemischt mit Möhre, Apfel und Zitrone wird daraus eine vitale Köstlichkeit.

Wichtige Hinweise zum Entsafter

Um Obst und Gemüse vitaminschonend zu entsaften und so viel Saft wie möglich heraus zu holen, besorge dir einen Entsafter mit Press-Schnecke oder Press-Walze mit relativ niedriger Umdrehungszahl von 80 – 110. Damit kannst du auch problemlos grüne Blätter entsaften. Ich benutze den Slow Juicer von byzoo und bin sehr zufrieden:

Zutaten

  • 1 kleine Rote Bete
  • 2 Möhren
  • 1 kleine Stange Staudensellerie, wenn du magst (geht auch ohne)
  • 1-2 süße Äpfel
  • ¼ Zitrone ohne Schale
  • etwas Zitronenschale

Das Gemüse gründlich waschen. Die Spitzen der Karotten und der Rote Bete entfernen. Rote Bete nur schälen, wenn die Schale hart ist. Alles in Stücke schneiden und entsaften.

Die Zugabe von Zitronenschale gibt dem Saft eine spritzige Note. Wenn du mehr Süße möchtest, gebe noch eine zusätzliche Möhre oder etwas mehr Apfel hinzu.

Und für alle Chlorophyll-Fans, wie ich es einer bin, füge dem frischen Saft etwas Bio-Graspulver hinzu. Zum Beispiel Weizengras oder Gerstengras, Brennesselpulver oder Moringapulver geht selbstverständlich auch.

Sportler, die für den Muskelaufbau eine extra Portion Eiweiß benötigen, fügen Reis- oder Lupinenprotein dem Saft hinzu. Beides sehr hochwertige basische Proteine.

Rote-Bete-Smoothie

Zutaten

  • 100 g Rote Bete
  • 100 g Himbeeren
  • eine Orange, geschält
  • ca. 1 cm Ingwer mit Schale
  • 1 Stängel Minze
  • 250 ml Wasser
  • 4-5 Eiswürfel
  • 1 Dattel nach Belieben

RoteBete nur schälen, wenn nötig. Erst das Gemüse dann Minze, Dattel und die Eiswürfel in den Mixer geben. Mit Wasser auffüllen. Alles etwa 1 Minute cremig mixen. Für dieses Rezept verwende bitte unbedingt einen guten Hochleistungsmixer, wie diesen

Gemüse-Smoothies schmecken nur richtig gut, wenn die harten Fasern ordentlich klein gehäckselt sind. Ein Smoothie hat immer eine samtig cremige Konsistenz und schmeckt lecker. Verfeinere ihn gegebenenfalls mit süßem Obst, Zitronensaft und Wasser.

Guten Appetit und gute Gesundheit - das wünsche ich dir!